La Imperial Feng

Feng Shui · Geokultur · LebensArt

Heia Walpurgisnacht

Hinterlasse einen Kommentar

Heia Walpurgis

„Heia Walpurgis“, rufen die Hexen beim Tanz um das Feuer

Die kleine Hexe ließ sich vom Raben Abraxas nicht bange machen, sie ritt in der Nacht auf den Blocksberg. Dort waren die großen Hexen schon alle versammelt. Sie tanzten mit fliegenden Haaren und flatternden Röcken rund um das Hexenfeuer. Es mochten wohl, alles in allem, fünf- bis sechshundert Hexen sein: Berghexen, Waldhexen, Sumpfhexen, Nebelhexen und Wetterhexen, Windhexen, Knusperhexen und Kräuterhexen. Sie wirbelten wild durcheinander und schwangen die Besen. “Walpurgisnacht!” sangen die Hexen, “heia Walpurgisnacht!” Zwischendurch meckerten, krähten und kreischten sie, ließen es donnern und schleuderten Blitze.”
Aus: ‚Die kleine Hexe‘ von Otfried Preußler

Walpurgis, bei den Kelten gefeiert als Beltaine, ist das Fest des Lebens, der Fruchtbarkeit und der Vereinigung. Gefeiert wird zu Ehren der Großen Göttin, die dem Land eine gute Ernte schenken möge. Beltane kennzeichnet das Erwachen der Natur, die helle Zeit bricht nun an. Alle, die den Winter überstanden haben, freuen sich über die wärmende Sonne und feiern ein freizügiges, erotisch-ekstatisches Fest.

„Beltane war das Fest der großen Vermählung oder auch Heiligen Hochzeit, der Götterhochzeit …, der Vermählung von Himmel und Erde. Und im kleineren Maßstab die Vermählung von König und Königin, König und Land. Denn die Königin war immer schon die Repräsentantin des Landes, der Erde und des Volkes. In den germanischen Bereichen ist diese Götterhochzeit überliefert in der Brautwerbung Odins um die Himmelsherrin Freya,“ heißt es in einer sehr ausführlichen Abhandlung bei http://www.jahreskreis.info/files/beltane.html

Wolf Dieter Storl beschreibt die „Hexenfeiertage“ als „Fugen zwischen den Zeitblöcken, (in denen) die Übersinnnlichen, die Wesen der „Anderswelt“, Zugang zu unserer Welt fanden. Besonders an Orten des Übergangs, an Schwellen, auf Brücken, in den Hecken zwischen Ackerland und Ödland, an Wegkreuzungen … konnten sie erscheinen.“*

Wer mag trinkt sich einen Rausch aus Bockbier an, das früher noch mit Bilsenkraut und Sumpfporst angereichert war. Die anderen nutzen als Räucherzutaten (für die Liebe): Hanf, Mohn, Rose, Rosmarin. Wer mit den Pflanzenhelfern abheben und fliegen möchte kann Alraunenwurz, Bilsenkraut, Eibe und Thuja probieren, ist bei Marlies Bader** zu lesen .

Und nun Ihr Lieben lasst uns ein wundervolles Fest feiern, nichts mehr fragen und uns feiern, wie wir sind!

*aus: Wolf-Dieter Storl, Pflanzendevas
** in: Marlies Bader, Räuchern mit heimischen Kräutern.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s