La Imperial Feng

Feng Shui · Geokultur · LebensArt

Wort-Magie

6 Kommentare

Welches ist Dein Lieblingswort? Welches Wort öffnet Türen bei Dir? Welches ist Dein

Zauberwort. Schlüsselwort. Kraftwort. Machtwort. Kennwort. Fremdwort. Ehrenwort. Schlusswort?

Welches ist Deine Antwort?

Welche Kraft rufst Du mit einem Eigenschaftswort?

Wortbild

Mein Wort-Bild

Für mich sind Worte wie bunte Blumen. Ein Wort vermag, mir Räume zu öffnen: Sinnliche Räume. Durch seinen Klang macht es innere Bilder, selbst wenn es nicht laut gesprochen wird. Ein Wort kann Duft verströmen, kann auf der Zunge zergehen, kann Lust machen, sich hinein zu schmiegen. Ein Wort kann der Beginn eines großen Traums sein. Worte geben mir Halt, Trost, sie inspirieren mich. Als Kind hatte ich eine Schatzkiste, gefüllt mit Worten.

Schläft ein Lied in allen Dingen,
Die da träumen fort und fort,
Und die Welt hebt an zu singen,
Triffst du nur das Zauberwort.

Joseph von Eichendorff

In Sätze gebundene Worte haben die Macht, Trag-Weiten zu schaffen. Am Anfang war das Wort, heißt es im Johannes Evangelium. Und das Wort ist Klang. Wo bleibt der Klang, wenn er verklingt? Wo bleibt das Wort, wenn es gesprochen wurde? Worte erzeugen Gefühle, Gefühle äußern sich in Taten.

Im Talmud heißt es

Achte auf deine Gedanken, denn sie werden Worte.
Achte auf deine Worte, denn sie werden Handlungen.
Achte auf deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheit.
Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter.
Achte auf deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal.

Sagst Du: „Ich liebe Dich“, verströmt sich etwas in Dir, in dem, der die Worte empfängt, in die Welt. Sagst Du: „Ich finde das abscheulich“, geschieht das Gleiche. Nur die Schwingung der Worte ist anders und damit deren Resultat. Bildhaft gemacht hat das Masaru Emoto, der durch seine Wasserexperimente die Kraft der Worte zeigte. Schöne Worte mit positiven Botschaften formten ästhetisch perfekte Eiskristalle, während die negativen Botschaften unvollkommene Kristallformen bildeten. http://www.lichtkreis.at/html/Wissenswelten/Wasserbelebung/dr-masaru-emoto-wassergedaechtnis.htm

Da wir Menschen auch hauptsächlich aus Wasser bestehen könnte die (jetzt mal salopp formulierte) Schlussfolgerung lauten: Worte sind so kraftvoll, dass sie Einfluss auf die Bildung unserer Zellen nehmen. Gestern traf ich eine Frau, die ihre tückische Darmkrankheit darauf zurück führt, dass lange Jahre ihr Lieblingswort „Sch …“ lautete. Gesundheit, Krankheit – zwei Worte, die polare Zustände betonen. Kann Mensch im Krankenhaus wirklich gesunden?

Vergissmeinnicht

Vergissmeinnicht

Dass Worte mächtig sind wissen wir nicht erst seit Harry Potter: Niemand durfte das V-Wort aussprechen, um den mächtigen Zauberer nicht zu rufen. Nur Harry, der nahm kein Blatt vor den Mund und nannte den Voldemort bei seinem Namen. Den Namen eines Dinges oder einer Person zu kennen verleiht Macht über sie. Warum sonst wollte Rumpelstilzchen, dass niemand seinen Namen kenne? „Ach wie gut, dass niemand weiß,  … „. Warum sind mächtige Politiker meist gute Redner? Warum stehen Dichter, Poeten, Wortkundige immer im Visier von Andersdenkenden?

Worte können definieren, eingrenzen, ausschließen. Bist Du Terrorist, Rebell oder Revolutionär? Bist Du Flüchtling, Auswanderer, Reisender? Noch heute gibt es Worte, die nur wenige Eingeweihte kennen. Worte, die als Mantren wiederholt, enorme Kräfte frei setzen. Worte, die besser nicht ausgesprochen werden, weil sie Dich umhauen können.

Welche Worte benutzt Du so? Was benennst, was rufst Du mit Ihnen? Welche Macht gewinnen sie damit über Dich?

Sage mir Deinen Namen und ich sage Dir, wer Du bist

Der Eigenname eines Menschen ist nicht etwa wie ein Mantel,
der bloß um ihn herumhängt und an dem man allenfalls noch zupfen und zerren kann,
sondern ein vollkommen passendes Kleid,
ja wie die Haut selbst, ihm über und über angewachsen.
Johann Wolfgang von Goethe

Und wie lautet Dein Straßenname? Welche Hinweise und Themen liefert er Dir? Sag’s mir hier, ich bin gespannt!

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6 Kommentare zu “Wort-Magie

  1. Liebe Susanne,
    ich wohne seit 21 Jahren auf einer SCHULSTRASSE, offenbar ist kein Ende des Lernens in Sicht ;-). Gleichwohl fühle ich mich weitgehend wohl an diesem Ort, besonderes wegen der WEITEN sonnenuntergänglichen Horizontaussicht von meinem Balkon(große Altbau-Wohnküche)aus. Auch die Nachbarschaft im Haus (3 Wohnparteien)ist außergewöhnlich HARMONISCH und zwischenmenschlich zugewandt.

    Da fällt mir ein seltsames Phänomen ein, das mich schon lange begleitet: Ich wohne in einer Doppelhaushälfte, in der ersten Etage und die Wohnung neben meiner wird fast garnicht bewohnt, da der Mieter hauptsächlich bei seiner Freundin lebt. Die Wohnung ist also ausgesprochen still. Der Witz ist, daß dies auch bei meiner vorherigen Wohnung so war. Gibt es eine Feng-Shui-Deutung für solche „Geisterwohnungen“ ?

    Neugierige Grüße
    Ulrike von Leselebenszeichen

    • Liebe Ulrike,
      nun, der Sinn von Schule ist ja nicht nur lernen sondern auch Wissen weitergeben. Wie ich deinem schönen Blog entnehme ist das ja eines deiner Anliegen – uns Anregungen zu geben mit Büchern, Gedanken oder Gedichten unsere Mußestunden zu verschönern. 😉 Und ist es nicht wundervoll, immer weiter Lernen und Neues erfahren zu dürfen? Die dadurch entstehenden Verknüpfungen machen die Welt so herrlich vielfältig – also ich finde es einfach grandios 😉

      Doppelhäuser sind sehr eigenwillig in ihrer Struktur, das sei mal vorab gesagt. Je nachdem auf welcher Seite besagte Wohnung sich befindet ist dort die Tiger- oder Drachenseite und damit das mehr Yin oder Yang dominierende Prinzip. „Geisterwohnung“ würde ich es erstmal nicht nennen, vielleicht eher „Platzhalter“. Vielleicht hast du ja schon beobachtet, ob du mehr dem Yin oder dem Yang Prinzip zugeneigt bist und eine der SEiten verstärkt (nach innen oder außen) lebst? Dein Nachbar (lebte vorher dort auch schon ein Mann?) übernimmt dann stellvertretend sozusagen das gegenteilige Prinzip. Das ist wie gesagt nur sehr schematisch weil ich das Haus und die Verhältnisse nicht kenne, doch vielleicht erstmal eine Anregung zu beobachten.

      Mit herzlichen Grüßen
      Susanne

      • Liebe Susanne,
        danke für die ausführliche Auskunft.
        Laut chinesischer Astrologie bin ich DRACHE, ich habe schon zweimal verwitterte Holzreste im Wald gefunden (bzw. sie haben mich gefunden), die ziemlich deutlich eine Drachengestalt haben. Der größere hat einen Ehrenplatz auf meinem Schreibtisch im Baguabereich RUHM 🙂 .
        Das Doppelhaus hat die jeweiligen Hauseingänge an den Giebelseiten und von vorne vom Bürgersteig aus gesehen ist „meine“ Haushälfte rechts. Mein Nachbar hat vor mindestens drei Jahrzehnten die Wohnung von seinen Eltern übernommen als diese ein Haus weiter eine neue Wohnung bezogen.
        Wenn ich mich so bespüre, bin wohl eher „yanglich“. Ich habe zwar ein filigranes Feenfigürchen (ziemlich androgyn), aber ich habe jahrelang Kampfsport geübt und bin sehr eigenwillig und unkonventionell.
        Ich mag Kinder sehr gerne, gleichwohl war es mir stets undenkbar, mich den körperlichen Bedingungen einer Schwangerschaft hinzugeben.
        Faszinierend, was Deine Antwort alles in mir antippt – da habe ich wieder schönen Erkenntnisstoff.
        Nachdenkliche Grüße
        Ulrike

      • Liebe Ulrike,
        das klingt wirklich verblüffend, denn die rechte Seite repräsentiert die Drachenseite, vorausgesetzt die Hauptenergie kommt von vorn. Das hieße, und so klingen deine Worte, dass du tatsächlich eher das yangige Prinzip lebst. Sollte es so wie es ist für dich okay sein, ist ja alles wunderbar. Solltest du allerdings das Bedürfnis spüren, dich mehr deiner weiblichen Seite und deren Qualitäten zuzuwenden und sie zu leben (was ja nicht unbedingt mit einer Schwangerschaft einhergehen muss), dann wäre es an der Zeit, den „Platzhalter“ auf seinen Platz zu weisen 😉 und diesen Teil selbst zu übernehmen.
        Herzliche Grüße
        Susanne

      • Liebe Susanne,
        ich bin sehr gerne eine Drachenfee 🙂 und im guten Einklang mit meiner eher venusbetonten als mondbetonten Weiblichkeit.
        Woran erkenne ich, woher die Hauptenergie kommt? Himmelsrichtung? Hauseingang? Oder die „Breitseite“ des Gebäudes?
        Die Straße ist eine Allee (Hainbuchen), spielt das auch eine Rolle?

        Neugierige Grüße

  2. Liebe Ulrike,

    Neugier ist ja eine hervorragende Eigenschaft, sich dem Unbekannten zu nähern und sie vermag manches Mal sogar Ängste zu überwinden …

    In meiner Tradition des Feng Shui gibt es mehrere Antworten auf deine Fragen: Wir Schauen uns die Energie an, die das Haus vom Rücken her hält und die, die ihr gegenüberliegt. Beide sagen etwas über Vergangenheit und Zukunft, über Motivation und die innere Ausrichtung.

    Ebenso aussagekräftig ist die Energie, die zur Haustür herein kommt, und die, welche zur Hintertür das Haus verläßt. Ein Haus ist analog gesehen ein lebendiger Organismus, und in dem Sinn hat es Vergangenheit und Zukunft, hat Augen und Mund und eben auch Organe, um das, was nicht verwertet werden kann, auszuscheiden.

    In jedem Fall arbeite ich mit den Himmelsrichtungen und den dazu gehörenden Kräften, nicht mit dem sogenannten 3 Türen Bagua, in dem die Himmelsrichtungen als fix angesehen werden. “ Hinten links“ ist eben nicht automatisch „Reichtum“ angesiedelt, denn dieser steht in innerer Verbindung zu einer der 8 Himmelsrichtungen.

    Wie immer, eine Frage und viele Ebenen möglicher Antworten, doch ich hoffe, ich konnte deine Neugier ein wenig stillen.

    Mit herzlichen Grüßen
    Susanne

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