La Imperial Feng

Feng Shui · Geokultur · LebensArt

Der Klang der Stille im japanischen Garten – Steine

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Gestaltungselemente im japanischen Garten: Steine, Wasser, Gewächse.

steine im japanischen garten

Steine im japanischen Garten

Steine bilden sozusagen das Gerüst eines japanischen Gartens. Einst glaubte man an die Seele im Stein und daran, dass die Unsterblichen in Steinen leben. Das galt auch für Buddha und seine Begleiter, weshalb Steine im Garten aufgestellt das Haus vor bösen Geistern schützen sollten. Steine als Symbol der Unsterblichkeit verlangen noch heute, dass man ihr Wesen erkenne. Erst wenn der Stein als Wesen und Persönlichkeit wahrgenommen und platziert wird kann die gewünschte Wirkung gelingen.

Im Zen-Buddhismus werden Steine wie grafische Elemente verwendet. Diese Art des Gartens ist von der Idee her ganz abstrakt und darum soll der Stein auf nichts anderes verweisen als auf sich selbst. Jeder Betrachtende deutet dann ganz eigene Metaphern in das Gebilde. Doch auch wenn es so aussieht als wären die Steine „einfach so“ hingelegt, gehorcht die ganze Komposition strengen Vorgaben. Erst durch das Zusammenspiel der einzelnen Steine bekommt der Garten seinen einzigartigen Ausdruck und macht ihn zum Kunstwerk.

Dabei ist die Anzahl der Steine von Bedeutung. Jeweils 3, 5 oder 7 Steine bilden ein Arrangement. Jeder wird entsprechend seines Charakters ausgewählt, eine Rolle als Haupt- oder Nebenstein zu übernehmen. Die Nebensteine sind nicht minder wichtig, denn sie betonen entweder den Hauptstein oder stellen ein optisches Gegenwicht dar. Energetisch handelt es sich dann um die empfangende, übertragende, ziehende, verfolgende, haltende, angreifende oder fließende Rolle.

Nicht jeder Stein ist geeignet. In China bevorzugt man bizarre, ausdruckstarke Steine die oft sehr merkwürdige Konturen aufweisen. In Japan herrscht sowohl ein anderes ästhetisches Empfinden als auch ein anderer Glaube. Darum bevorzugen Japaner einfache, dennoch perfekt geformte Steine. Was der Stein erzählt ist wichtig und was man hören möchte ist Jaku Sei Kei Wa: Selbsterkenntnis durch Stille; Einsicht, die zur Reinheit des Herzens führt; die Dankbarkeit des reinen Herzens und die aus ihr geborene Ehrerbietung.

Auch die ursprüngliche Ausrichtung ist unbedingt zu beachten. Ein Stein darf im Garten niemals anders aufgestellt werden als man ihn in der Natur fand. Nur so kann das Wesen des Steins bewahrt werden. Auch sollte man die ursprünglichen Standortbedingungen achten: Ein Stein, bewachsen mit Moos und Flechten, geborgen aus feuchtem Unterholz wird sich in praller Sonne sicher nicht wohlfühlen und seinen ursprünglichen Charme bald verlieren.

Auswahl und Anordung der Steine prägen die Atmosphäre des japanischen Gartens. Darum heißt es im Sakutei-Ki:

„Ihr müsst die Steine so platzieren, dass die Eigenschaften des Gartens … in seiner Erscheinungsform respektiert werden. Bringet den fuzei (den Geist des Ortes, L.I.F.) zum Ausdruck, der eine natürliche Landschaft entstehen lässt, und wahret die ursprüngliche Form der Steine.“

Fortsetzung: Wasser im japanischen Garten
https://laimperialfeng.wordpress.com/2014/11/24/wasser-im-japanischen-feng-shui-garten/

Sie möchten einen japanischen Garten anlegen und brauchen Unterstützung? Dann sprechen Sie mich gerne an.
http://www.raum-innen-aussen.de/kontakt

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