La Imperial Feng

Feng Shui · Geokultur · LebensArt

Alle reden von Qi – was ist das überhaupt?

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Qi ist Lebensenergie, ist das lebensspendende Prinzip, ist Kraft, ist die Wirkung von Form und Situation.

Im Feng Shui (wörtlich: Wind und Wasser) bedeutet Qi auch Wasser und meint damit ‚das Blut der Erde‘. Der Wind wird als eine Bewegung des Qi in der Landschaft gesehen und die Emotion als eine Bewegung des Qi im menschlichen Körper.

Traditionelle chinesische Wissenschaften, zu der auch die Raumpsychologie Feng Shui gehört, haben immer Parallelen zwischen dem menschlichen Körper und der ihn umgebenden Natur gesehen.

Im Buch der Kaiserin* heißt es das Qi die „Grundlage aller Erscheinungen auf der Welt (ist). … Qi wird oft einseitig als „Energie“ übersetzt. In Wirklichkeit ist es ein Oberbegriff für Materie und Energie und deren ständige Umwandlung von einem in das andere.

Schmerzen und Funktionsstörungen sind für die Chinesen Störungen des Qi-Flusses: Qi-Stagnation.

In seiner nährenden und saftigen Funktion wird Qi auch Blut genannt. In einer sehr stark materiellen und bewahrenden Form wird es Essenz genannt. In einer bewegten und bewegenden Funktion wird es Qi im engeren Sinne genannt.“ *

Essenz ist also die materielle und bewahrende Form des Qi. Warum ist Essenz wichtig? Weil Essenz davor bewahrt, sich vorzeitig zu verbrauchen (nette Umschreibung für: Mattikgkeit, Müdigkeit, vorzeitigen Alterungsprozess, Lustlosigkeit, Teilnahmslosigkeit, Gleichgültigkeit usw. )

Um die Essenz zu bewahren hat sich folgendes bewährt:

  • Demut ( also nicht hadern, mit dem was ist und was sich (zumindest momentan) nicht ändern läßt)
  • Liebe zu sich selbst und zu allen Mitgeschöpfen (erklärt sich fast von selbst. Beinhaltet auch den Respekt vor allem und allen, die sich nicht gemäß kulturell vorherrschender Ideologie verhalten / verwerten lassen)
  • innere Stille (sehr gut zu erreichen durch Meditation, Kontemplation, Gebet, Auszeiten in der Natur)
  • nahrhafte Lebensmittel (je mehr industrielle Zwischenschritte ein Nahrungsmittel durchlaufen hat desto weniger Ur-Kraft enthält es. Zu bevorzugen sind frische, regional angebaute LEBENSmittel )
  • ausreichend Schlaf (individuell verschieden. Man verpasst übrigens nichts, wenn man schläft … und obendrein lieben Körper, Geist und Seele die Zeit der Stille, in der sich alles wieder richten darf)
  • im Einklang mit der Umgebung leben (den umhüllenden Raum als Teil des universellen Energiefeldes zu erkennen und mit seiner Hilfe Lebenskraft und Essenz der Menschen zu bewahren ist das Hauptanliegen im Feng Shui. Damit sind alle Handlungen umfasst, die „im Gefüge der Natur eine für den Menschen günstige Beeinflussung“ ** bewirken)

Weil das Wohlbefinden auch abhängig ist von der Lebensenergie, und weil ein Mensch nur so lange (gut) lebt wie ausreichend Kraft vorhanden ist – deshalb reden alle, die sich mit den traditionellen chinesischen Wissenschaften befassen, so oft von Qi.

 

 * Christine Li und Ulja Krautwald: Der Weg der Kaiserin, Fischer TB 2011
** Manfred Kubny, Feng Shui: Die Struktur der Welt, Drachen Verlag 2008

 

 

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