La Imperial Feng

Feng Shui · Geokultur · LebensArt

Der Baum als Hausfreund

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Ein Hausbaum ist etwas wunderbares. Mir schaut eine Birke ins Fenster und nimmt auf ihre Weise teil an meinem Leben. Während ich beobachte wie ihr Blätterkleid sich verändert, schickt sie mir geheime Botschaften. Abends raschelt mich ihr feines Laub in den Schlaf, morgens begrüßt sie mich mit einem Klang, fein wie Silberfäden. Daran kann ich mittlerweile erkennen, wie das Wetter wird.

Das Wesen der Birke - luftig, leicht, verspielt und keck

Das Wesen der Birke – luftig, leicht, verspielt und keck

Die Birke, Symbol für Neubeginn und Leben, für Schönheit, Weiblichkeit und Widerstandskraft. Nach Marianne Beuchert ist die Birke der Weltenbaum der Schamanen. Birken sind in puncto Bodenbeschaffenheit sehr anspruchslos und setzen sich beim Neubesiedeln von Brachland durch. Selbstlos ermöglicht die Birke anderen Bäumen, sich anzusiedeln obwohl diese ihr nach kurzer Zeit Licht und Lebensraum nehmen. Dennoch ist Kraft das Attribut der Birke und sie soll zu Liebe, Erfolg und Gesundheit beisteuern. Astrologisch gehört sie zur Venus.
Kleines Paradox: Die Birke sollte Schutz vor dem Treiben der Hexen bieten, allerdings banden diese ihre Besen aus Birke und Ginster … .

Geomantisch wird die Birke aufgrund ihrer Wuchsform dem Luftäther zugeordnet. Dieser wirkt anregend auf das Denken, auf Klarheit, Logik und Weitblick. In diesem Kontext gilt die Birke als Baum des Lichts, der Poesie und der Leichtigkeit. Damit wäre sie ein guter Hausbaum für Schulen, Universitäten und generell überall da, wo viel gedacht wird und Vorausschau vorteilhaft ist.

Dynamik könnte als Attribut der schnellwachsenden Pappel gelten. Wie ein ausgestreckter Zeigefinger reckt sie sich dem Himmel entgegen, woraus Geomanten ihre Zugehörigkeit zum Feueräther herleiten. Der Feueräther fordert, aus sich heraus zu gehen, zu beschleunigen und klar auf das Ziel orientiert zu bleiben. Es heißt, dass Napoleon Pappeln pflanzen ließ, um die Soldaten beim Marschieren auf Trab zu bringen. Vielleicht sollte man heute überdenken, Pappeln an Alleen zu pflanzen, wo die Gerade der Straße oft eh schon einen Geschwindigkeitsrausch beim Autofahren hervorruft. Als Hausbaum eignet sich die Pappel darum besser an Sportstätten, wenn Schnelligkeit, Aggression und Willen sich spielerisch im Kampfgeist entfalten. Im Keltischen Baumkalender lautet die Kapitelüberschrift zur Pappel: überwindet die Ungewissheit. Vielleicht, weil der Fokus aufs Ziel jeden Zweifel überwindet.

Wie wär’s mit einem Walnuss als Schutzbaum für Haus und Garten? Ich würde den Walnuss dem Erdäther zuordnen:  seine Wuchsform vermittelt Geborgenheit, seine dichte Krone bietet Schutz vor Regen und vor Sonne und er versorgt uns mit nahrhaften Nüssen. Symbolisch steht der Walnussbaum für Fruchtbarkeit (wegen der vielen Nüsse) und Sinneslust (die Walnuss stärkt das Yang, darum gilt in China selbstgemachte Walnussmilch als echtes Aphrodisiakum). Die Blätter enthalten Gerbsaft und Bauern legten mit ihnen die Erdlöcher der Tupenzwiebeln aus, damit die Mäuse sie nicht fressen. Astrologisch gehört der Walnussbaum zur Sonne und zum Uranus.

Ein Baum ist der König im Pflanzenreich. Mit seiner Krone im Himmel, mit den Wurzeln tief in der Erde verankert, stellt jeder Baum eine Axis Mundi, eine Weltenachse, dar.

 

 

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