La Imperial Feng

Feng Shui · Geokultur · LebensArt

Was Häuser über ihre Bewohner verraten

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Mit den 5 Elementen die Welt erklären

Im Feng Shui arbeiten wir, wie alle chinesischen Wissenschaften, mit den Elementen Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser. Im  chinesischen Weltverständnis wird ALLES den 5 Elementen zugeordnet, sie sind der Stoff der zehntausend Dinge, von denen Lao Tse im Tao-Te-King spricht.

Eine Tradition im Feng Shui ist die Formenschule. Jedes Ding, jede Erscheinung, läßt sich zum Beispiel über die Form einem der Elemente zuordnen: So repräsentiert das Hochaufstrebende das Element Holz, das Spitze das Element Feuer, das Quadratisch-Rechteckige das Element Erde, das Runde das Element Metall und das Amorphe das Element Wasser.

Hier – just for fun – ein kleines, anschauliches Beispiel dazu. Wir sehen zwei dreigeschossige Häuser. Beide erzählen viel über Zeitgeist, Architektur und Bauherren und verraten uns auch etwas über den „Typ Mensch“, der heute dort wohnt.

Rechts, das Eckhaus wurde 1906 fertiggestellt. Wir sehen, wie großzügig zu der Zeit mit dem Raum umgegangen wird (Geschosshöhe!) und wieviel Wert auf das Detail gelegt wurde: Stuckeinfassungen rahmen alle Fenster, es gibt viele Abbildungen der Hausgenien und ein filigraner Turm ermöglicht einen weiten Blick in mehrere Richtungen. Dieses Haus gehört zum Element Holz. In der Elementelehre steht Holz für Wachstum und Dynamik, für Ausdehnung, Ideenreichtum und Kreativität, Toleranz, Optimismus, aber auch für Ungeduld, Launenhaftigkeit und Wutanfälle.
Durch die Spitze auf dem Türmchen und den rötlich-rosa Anstrich ist auch das Feuerelement repräsentiert. Holz nährt das Feuer und so kann das Spiel der Elemente sich entfalten; Feuer ist lebhaft, zeigt sich und schließt niemanden von seiner Wärme aus.

Zu vermuten ist deshalb, dass sich in diesem Haus eher kreativ tätige, verspielte Menschen wohl fühlen, die mit hohen Räumen (Deckenhöhe geschätzt +/- 4 Meter) klarkommen. Menschen die vermutlich geistig arbeiten und mit ihrer Kreativität nach außen gehen, die sich und ihre Arbeit gern zeigen. Menschen, die sich gedanklich weit vorwagen und dabei das Detail im Auge behalten. Ich denke, Zukunfts- und Trendforscher*, Grafiker, Architekten oder Designer könnten sich von diesem Haus gerufen fühlen.
Und – welch ein Zufall???
In diesem Haus ist unten ein Friseur. Holz repräsentiert auch das menschliche Haar und Friseur ist ein kreativer Beruf. Also: Treffer!

Das linke Haus stammt vermutlich aus den 70er Jahren und zeigt seinen Geist ebenso unverblümt: Hier dominiert das Praktische. Die Fassade zeigt sich kompakt, kleinteilig und pragmatisch. Der Nutzen steht im Vordergrund und vermutlich stand auch der Heizungs-Spargedanke Pate beim Entwurf. Diesem Baustil geht es vorrangig um Effizienz und weniger um Experimente. So drückt sich in Varianten das Erdelement aus. Erde, die Versorgerin, die Praktische, Nährende, Stabile, die für Ausgewogenheit und Sicherheit sorgt. Auch die Anstrichfarbe, terracotta, gehört zum Erdelement.
Hier ist also viel Erde im Spiel was darauf hindeuten kann, dass alles etwas schwerfällig vorangeht, das neue Ideen es eher schwer haben sich zu etablieren und Prozesse stagnieren.

Zu vermuten ist, dass sich in diesem Haus Menschen wohlfühlen, die eher bodenständig und familienbezogen leben, und sich zu den versorgenden, konservativen und nährenden Tugenden hingezogen fühlen. Sammler sind typische Vertreter des Erdelements, sicher finden wir hier Menschen die mit viel Liebe und Sorgfalt ihre Setzkästen füllen und pflegen. Die Bewohner könnten als Buchhalter, Steuerberater, Statiker oder Immobilienmakler arbeiten.
Und – welch ein Zufall???
In diesem Haus ist eine Bank ansässig. Die klassische Hausbank mit Tugenden wie Bodenständigkeit, Tradition und Konservatismus repräsentiert klar das Erdelement.
Also: Treffer!!!

Und nun die Einladung an Euch, selbst Beispiele zu finden. Schaut das Alltägliche mit „neuen“ Augen an, experimentiert und lasst Euch überraschen. Was erzählt Dein Haus über Dich?

* P.S. Wegen der flüssigeren Lesbarkeit habe ich auf anhängen des /in verzichtet. Doch natürlich schließe ich in meine Aufzählungen Trendforscherinnen, Architektinnen, Buchhalterinnen, Köchinnen, Grafikerinnen, Bankerinnen etc. ein.

P.P.S: Alle Elemente beziehen sich aufeinander. Jedes Element ist gleich wichtig. Deshalb gibt es kein besser oder schlechter. Wir sind aufgefordert wahrzunehmen ohne zu werten. Immer gilt: Sowohl als auch.

 

 

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