La Imperial Feng

Feng Shui · Geokultur · LebensArt

Üppig trifft Zentriert – Gartenkunst ala Hildegard von Bingen

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feng shui im bauerngarten„In allen Geschöpfen, den Tieren, den Vögeln, den Fischen, den Kräutern und den Fruchtbäumen liegen geheimnisvolle Heilkräfte verborgen.H.v.B.

Hildegard von Bingen war eine Mystikerin, Seherin und Visionärin. Wie im Mittelalter üblich war sie als zehntes Kind für ein geistliches Leben bestimmt. Im Alter von 8 Jahren begann ihr Klosterleben bei den Benediktinerinnen. In anderen Zeiten als heute war das Klosterleben für Frauen übrigens keine schlechte Wahl, denn es ermöglichte ihnen umfassende Bildung und Freiheit von häuslichen Verpflichtungen. Zeugnisse vieler Frauen, die damals das Klosterleben einer Ehe, in der sie nichts zu sagen hatten, vorzogen, belegen dies.

Jedenfalls konnte Hildegard sich theologisches, philosophisches und naturkundliches Wissen aneigen. Die Klöster sorgten damals selbst für ihre Nahrungs- und Heilmittel und Hildegard war zuständig für Krankenpflege und Gartenbau. Sie wurde zu einer anerkannten Autorität auf ihrem Gebiet, komponierte und hatte regen Austausch und Briefwechsel mit einflussreichen Männern ihrer Zeit, die zu ihren Fürsprechern wurden. Schließlich gründete sie ihr eigenes Kloster in der Nähe von Bingen (daher der Name von Bingen) und schrieb mehrere Bücher über die Naturheilkunde. Ihr Buch „Physica“ enthält Wissen über Pflanzen, Tiere und Heilsteine, in „Causae et Curare“ beschreibt sie Wesen und Heilung von Krankheiten. Filmtipp
http://www.youtube.com/watch?v=BQ4ihPx0Jo4 – Vision – Aus dem Leben der Hildegard von Bingen

Soviel zur Vorrede, nun zum Garten.

Bis heute basiert die Tradition eines Kloster- und Bauerngartens* auf umfassender Kenntnis der Pflanzen. Durch genaues Beobachten wußten Nonnen und Mönche, welche Pflanzen zueinander passen, welche sich gegenseitig fördern und schützen und welche sich gar nicht miteinander vertragen. Dazu kommt, dass Kräuter, Gemüse und Blumen unterschiedliche Ansprüche an ihren Standort haben. Außerdem fördert es das Wachstum, wenn Fruchtfolge, Gründüngung und Ruhejahre für die Beetabschnitte eingehalten werden, man braucht dann viel weniger Dünger oder Pflanzenschutzmittel. So könnte man sagen, dass in den Kloster- und Bauerngärten* die Anfänge des biologischen Gartenbaus kultiviert wurden.Dazu hier noch eine Literaturtipp – Karotte liebt Tomate. Erfolgreiches Gärtnern durch Mischkultur. http://www.amazon.de/Karotte-liebt-Tomate-richtige-Pflanzengemeinschaft/dp/3778738682

Pflanzen für einen Hildegard – Garten
Typische Pflanzen für einen Hildegard – Garten sind:  Salbei, Alant, Borretsch, Mutterkraut, Estragon, Petersilie, Dill, Oregano, Majoran. Fenchel, Heilziest, Knoblauch, Kresse, Lavendel, Minze, Kerbel, Petersilie, Pfingstrosen. Rosmarin, Salbei, Thymian und Ysop, Pimpinelle, Schafgarbe, Liebstöckl, Basilikum, Zitronenmelisse. Schnittlauch, Ringelblumen, Weinraute und Beinwell. Akelei, Wacholder, Lorbeer, und Madonnenlilie. Auch Maulbeerbaum und Quitte, Beifuß und natürlich die Rose gehören dazu!
Sie merken schon, wir kennen und nutzen sie alle als Würzkräuter oder Duftpflanzen. Zunehmend erinnern wir uns heute an die „Apotheke im Garten“ und brühen lieber einen Tee aus Kräutern anstatt zur Tablette zu greifen. Das ist das Wundervolle an diesen Gärten: Es sind keine exotischen oder schwer zu beschaffenden Pflanzen und jeder kann einen Pflanzplan nach eigenen Vorlieben erstellen. Auch Brennessel und Löwenzahn, oft als Unraut beschimpft und verkannt, gehören dazu und haben heilende Wirkung. Zur Frühlingzeit eine Kur mit Brennesseltee reinigt das Blut und die wohltuende Wirkung des Löwenzahn auf die Leber ist nachgewiesen. Literaturtipp: Geheimnisse und Heilkräfte der Pflanzen. Verlag Das Beste

Typische Gestaltungsmerkmale eines Hildegard – Gartens
Die Charakteristik eines Klostergartens entsteht durch klare Linienführung. Ein Längs- und Querweg bildet die typische Kreuzform dessen Blickfang in der Mitte durch einen Brunnen, einen Baum oder besondere Pflasterung gebildet wird. Seitlich sind die Beete angelegt, die entweder mit Mäuerchen oder Buchs eingefasst werden. Entscheided man sich für in Stein gefaßte Beete lockern die üppig wachsenden Kräuter und Blumen die Strenge des Mauerwerfeng shui im formalen gartenks auf und bilden einen wunderschönen Kontrast miteinander. Auch die Kräuterspirale ermöglicht auf kleinstem Raum den Pflanzen mit ihren unterschiedlichen Ansprüchen an Sonne und Licht gerecht zu werden. Die Idee dahinter ist, dass die Steine die Sonnenwärme speichern und abends an die Pflanzen abgeben. Auch wer keinen Garten hat, braucht nicht verzichten: Käuter auf dem Balkon oder der Fensterbank, in Kübeln vor der Haustür, im Innenhof, in ausrangierten Einkaufswagen, auf Paletten oder in Form von urban street gardening  … Ideen gibt es viele – und heute ist ein guter Tag, um zu beginnen!

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*Die in den Klöstern gepflegte Gartenkunst hatte nämlich auch auf die Gärten der Bauern großen Einfluss. Es war damals überwiegend Pachtland und ihre Pacht zahlten die Bauern in Naturalien an die Gutsherren, auf deren Höfen sie arbeiteten und die ihnen Land für die eigene Bewirtschaftung zur Verfügung stellten. Mönche und Bauern tauschten Wissen, Saat und Pflanzen aus und oft orientierten sich die Bauern auch in der Anlage ihres Gartens an der bewährten Tradition der Klostergärten.

Auf Anfrage plane ich Ihren Garten gern als Heilpflanzen- Kräuter- oder Bauerngarten im Sinne der Hildegard von Bingen.

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