La Imperial Feng

Feng Shui · Geokultur · LebensArt

Gartenimpressionen und Gartenkunst

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Mit Feng Shui im chinesischen Garten zur Ruhe kommen„Das Leben beginnt mit dem Tag, an dem du einen Garten anlegst“, sagt man in China.

Nun steht der Frühling vor der Tür und es ist soweit – die Pläne des Winters können  in die Tat umgesetzt werden. Dazu heute ein paar Anregungen aus der chinesischen Gartenkunst.

Die uralte Idee über das nie endende Zusammenspiel der zueinander strebenden, gegensätzlichen Kräfte ist das Herzstück beim Anlegen eines chinesischen Gartens. Man kombiniert das Prinzip der Weiblichkeit mit dem Prinzip der Männlichkeit, verbindet die Dunkelheit mit dem Licht, das Harte mit dem Weichen, das Gerade mit dem Geschwungenen. Auf diese Weise wird Symmetrie vermieden und es kommt keine Langeweile auf, denn der Garten erhält einen Rhythmus, einen Puls. Ideal ist es, wenn das künstlich geschaffene Landschaftsbild das Große der umliegenden Landschaft enthält und Nuancen davon aufgreift.

Je kleiner der verfügbare Raum, desto ausgeprägter sollte die Kunst der Andeutung sein. Überhaupt kann man einen Garten komponieren wie ein Gedicht oder eine Geschichte. So gesehen wird ein Prolog inszeniert, ein Hauptthema wechselt mit nebensächlichen Episoden und findet schließlich einen sanften Ausklang. Ein gelungener chinesischer Garten enthält wie alle zauberhaften Gedichte nur Andeutungen und bietet immer wieder Raum für Überraschungen. Er formt sich zu einem großen Teil in der Phantasie und berherzigt die Kunst, durch Leere Fülle zu erfahren.

Die räumliche Aufteilung eines chinesischen Garten folgt dabei den Prinzipien einer horizontalen Bilderrolle, die abgewickelt wird und die Grenze der Zeit und des Ortes übewindet. Die alten Gärten der chinesischen Intelligenz, angelegt in Zeiten politischer Repressionen, sollten ihnen Erleichterung und seelisches Gleichgewicht verschaffen. Hier zeigten die Schöpfer nicht nur ihre Emotionen, sondern auch die Tiefe ihres Bildungsstandes. Die Rückkehr zur Natur wurde zum Teil des Lebensstils. In heutigen Zeiten des Rushes, der Burn-Outs und oft gefühlten Sinnlosigkeit sicher eine gute Idee, die sich aufzugreifen lohnt.

„Sie stehen auf einer hohen Terrasse und sehen sich in der Runde um, verneigen sich im leeren Raum, um den Mond zu begrüßen.“ Ji Cheng

 

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